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Auf der Handlungsebene „Ausschöpfung des Ausbildungspotentials der Praxis“ stehen insbesondere die folgenden Massnahmen zur Verfügung.
- Analyse des betrieblichen Ausbildungspotentials
Die Analyse des betrieblichen Potentials für die praktische Ausbildung in Gesundheitsberufen durch die einzelnen Betriebe bildet einen ersten Schritt in Richtung Optimierung der Strukturen. Die Kenntnis des eigenen Ausbildungspotentials erlaubt den Betrieben, ihre Ausbildungstätigkeit zielgerichtet zu planen und auf dieser Basis eine gezielte zwischenbetriebliche Zusammenarbeit in der Ausbildung zu realisieren. Träger dieser Massnahmen sind die Betriebe. Die Branche kann durch Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer unterstützen.
- Ausbildungsstrategie
Die Ausschöpfung des betrieblichen Ausbildungspotentials wird durch eine Ausbildungsstrategie als Element der Personalstrategie optimiert. In der Ausbildungsstrategie formuliert der Betrieb seinen zukünftigen Bedarf nach beruflichem Nachwuchs in Gesundheitsberufen und sein quantitatives und qualitatives Ausbildungspotential.
- Zwischenbetriebliche Zusammenarbeit
In die Analyse sind auch die Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit Partnerinstitutionen einzubeziehen. Aufgabenteilung, Spezialpraktika, gemeinsame Anstellung von hoch qualifiziertem Ausbildungspersonal, gemeinsame Entwicklung und Aktualisierung von Ausbildungsgrundlagen für die Praxis oder Erfahrungsaustausch sind zugehörige Stichworte.
- Anerkennung und Finanzierung von Ausbildungsleistungen
Praktische Ausbildung in Gesundheitsberufen wird in der Regel durch die Finanzierer nicht als Leistung anerkannt und auch nicht ausdrücklich als solche entschädigt. Sie wird durch eine ausdrückliche Anerkennung und Finanzierung der Ausbildungsleistungen attraktiviert und erleichtert. Die Entschädigung der Ausbildungstätigkeit muss zweckgebunden erfolgen, um Wirkung zu erzielen.
- Anerkennung der Arbeitsleistung der Lernenden und Studierenden
Lernende und Studierende erbringen in der praktischen Ausbildung Arbeitsleistungen, die in der Regel unterschätzt werden. Eine dem Wert der Arbeitsleistung entsprechende Entschädigung und Positionierung der Lernenden und Studierenden in den Stellenplänen von Spitälern, Heimen und der Spitex fördert das Interesse der Betriebe an der praktischen Ausbildung.
- Opportunitätserträge bewusst machen
Praktische Ausbildung in Gesundheitsberufen erzeugt auch nicht direkt messbare Opportunitätserträge. Lernende und Studierende bringen neue Impulse ein, wirken mit ihrer Aussensicht der Betriebsblindheit entgegen, werden mit dem Betrieb vertraut und damit zu möglichen späteren Mitarbeitenden.
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