> Nicht-monetäre Massnahmen
Nicht-monetäre Massnahmen zielen oft auf die Erhöhung der Arbeitszufriedenheit, die Erhöhung der Autonomie oder die Verbesserung der Rahmenbedingungen ab. Gemäss Studien sind dies Schlüsselfaktoren für die Erhaltung des Personals. Zur Gruppe der nicht-monetären Massnahmen zählen insbesondere:
- Kompetenzgerechte Verteilung von Rollen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten (Skill- und Grademix),
- angemessene Arbeitsbelastung und gerechte Arbeitsverteilung,
- Anerkennung und Wertschätzung durch Mitarbeitende und Vorgesetzte,
- Motivation durch Führung und Teamarbeit,
- Massnahmen der Personalentwicklung inkl. Fort- und Weiterbildungen,
- angepasste Arbeitszeitmodelle (u.a. zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf),
- Gesundheitsförderung.
> Monetäre Massnahmen
Monetäre Massnahmen können:
- Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden erhöhen. Mittel dazu sind individuelle oder generelle Lohnerhöhungen, überobligatorische Beiträge an die Sozialversicherungen, Dienstalterszulagen und andere Massnahmen.
- Die Work-Life-Balance verbessern. Mittel dazu sind u.a. grosszügige Regelungen der Freiund Ferientage, bezahlte Urlaube (Sabbaticals, Dienstaltersgeschenke) und bezahlte Elternurlaube.
- Die Entwicklungschancen erhöhen. Beiträge (Zeit und Geld) an Fort- und Weiterbildungen gewährleisten die berufliche Weiterentwicklung.
- Die Rahmenbedingungen für die Berufstätigkeit schaffen. Mittel dazu sind insbesondere finanziell tragbare Kinderbetreuungsangebote.
- Das Erreichen von Zielen unterstützen. Mittel dazu sind Modelle des Führens mit Zielsetzungen und damit verbundenen finanziellen Anreizen.
> Handlungsebene Betrieb
Massnahmen zur Personalerhaltung müssen durch die Betriebe des Gesundheitswesens entwickeltund umgesetzt werden. Die betrieblichen Anreizsysteme müssen bedarfsgerecht gestaltet und in die Betriebsorganisation und die Betriebskultur eingebettet sein. Sie sind Teil der Organisationsentwicklung und können darum nicht generell aufgesetzt werden.
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