Nationales Projekt „Laufbahnentscheidungen von FaGe“: Erste Ergebnisse
Was planen FaGe-Lernende nach Abschluss ihrer beruflichen Grundbildung? Die Lernenden äusserten sich zu ihren kurz- und mittelfristigen Karriereplänen wie folgt: Jede dritte FaGe-Lernende möchte direkt nach der Ausbildung als FaGe arbeiten – zwei Jahre nach Abschluss ist es nur noch jede siebte Lernende. Dafür plant spätestens zwei Jahre nach Abschluss jede zweite Lernende ein Pflegestudium auf der Tertiärstufe.
Zu diesem Ergebnis kommt die nationale Studie des Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) und OdASanté, bei der alle Lernenden FaGe des dritten Lehrjahres 2010/2011 in allen Sprachregionen der Schweiz befragt wurden. Wie sich diese Karriereabsichten regional unterscheiden und was diese Absichten beeinflusst, erfahren Sie im ersten Resultatebericht.
Die Resultate zu den tatsächlich getroffenen Karriereentscheidungen der befragten Lernenden folgen Anfang 2013.
Bericht / Management Summary
Versorgungsbericht
In der Schweiz werden heute nur zwei Drittel des jährlichen Bedarfs an Gesundheitspersonal ausgebildet. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht, der von der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) und der Branchenorganisation der Berufsbildung im Gesundheitswesen, OdASanté, in Auftrag gegeben wurde. Der Anteil an Personal mit ausländischer Nationalität beträgt in den Spitälern denn auch rund einen Drittel. Der Personalbedarf kann längerfristig nur gesichert werden, wenn alle verantwortlichen Akteure die Ausbildungstätigkeit weiter fördern und die Massnahmen zur Personalerhaltung rasch einleiten.
Massnahmen bereits ergriffen - Anstrengungen müssen aber weiter verstärkt werden
Für die Bewältigung der kommenden Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung braucht es bedarfsgerecht aus- und weitergebildetes Personal auf allen Bildungsstufen. Die Branche und die Kantone haben die sich abzeichnende Entwicklung erkannt und entsprechende Massnahmen eingeleitet. So wurden in den letzten Jahren neue Gesundheitsberufe geschaffen (FaGe, Eidgenössisches Berufsattest ab 2012) und bestehende Berufe neu positioniert. Allein im Jahr 2008 hat die Branche 2‘600 neue FaGe-Lehrstellen angeboten.
Umsetzung mit den verantwortlichen Akteuren auf allen Ebenen
Die Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen muss rasch und unter Mitarbeit der Verbundpartner auf allen Ebenen erfolgen. Auf nationaler Ebene steht die Steuerung und Finanzierungsregelung der betrieblichen Ausbildung im Vordergrund. Die Regelung muss positive Anreize für die Ausbildungstätigkeit setzen und die Notwendigkeit der Ausbildung in allen Versorgungsbereichen anerkennen und fördern. Auf der betrieblichen Ebene sind vorab verstärkte Massnahmen zur Personalerhaltung gefragt. Dies beinhaltet unter anderem eine angemessene Arbeitsbelastung, gerechte Arbeitsverteilung und Arbeitszeitmodelle, welche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen.
Handlungsebenen und Handlungsbedarf - Plattform
Indem Sie auf die untenstehenden Handlungsebenen klicken, gelangen Sie zur jeweiligen Plattform, auf welcher laufende oder bereits abgeschlossene Projekte zur Personalsicherung im weitesten Sinn vorgestellt werden können. Ziel der Plattform ist der Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen Betrieben, kantonalen Organisationen der Arbeitswelt Gesundheit, den kantonalen Behörden und den Verbänden. Wir laden Sie dazu ein, entsprechende Projekte bekannt zu machen. Es reicht, wenn Sie uns einen kurzen Projektbeschrieb und die Angaben einer Kontaktperson zukommen lassen. In der entsprechenden Notiz finden Sie die genaue Anleitung zum Vorgehen.
Die Steuergruppe hat bezüglich der Personalsicherung die folgenden Handlungsebenen definiert:
Die Ermittlung des Nachwuchsbedarfs
Für die Ermittlung des Nachwuchsbedarfs sind insbesondere Einschätzungen zu den folgenden Variablen wichtig:
- Entwicklung der Leistungen,
- Entwicklung der Berufsverweildauer,
- Entwicklung des Beschäftigungsgrades,
- Entwicklung des Skill- und Grademix.
Mit Hilfe dieser Grössen kann der Nachwuchsbedarf in drei Schritten eingeschätzt werden. GDK und OdASanté haben eine Arbeitshilfe zur Einschätzung des Nachwuchsbedarfs entwickelt. Die Systematik soll sowohl auf Stufe Betrieb wie auch auf Stufe Versorgungssystem eingesetzt werden.
Der Nachwuchsbedarf zeigt die Zahl der Personen, die jährlich neu für das Versorgungssystem gewonnen und – sofern es sich nicht um Wiedereinsteigende oder Ungelernte handelt – auch ausgebildet werden müssen. Abwerbung von Personal aus anderen Betrieben ist - bezogen auf das Gesamtsystem - keine Massnahme zur Sicherstellung des Nachwuchsbedarfs. Weitere Angaben zum Gebrauch des Instruments finden Sie im Versorgungsbericht Seite 88.
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Umsetzungsveranstaltung 10.2.2010
Einladung
Programm
Inputreferat P. Dolder
Inputreferat A. Pfanner-Meyer
Inputreferat T. Riegger
Inputreferat A. Müller Imboden und
E. Stalder-Riesen
Inputreferat L. Jud-Meier
Inputreferat I. Kündig
(nur in Französch)
Instrument zum Nachwuchsbedarf
Teilnehmerliste
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