Berufliche Grundbildung

Die Ausbildungen der Grundbildung sind in der schweizerischen Bildungssystematik auf der Sekundarstufe II positioniert. Zur beruflichen Grundbildung zählen die Berufsausbildungen, die nach der obligatorischen Schulzeit von 9 Schuljahren absolviert werden können. Die berufliche Grundbildung dauert in der Regel 2 bis 4 Jahre.

  • Die zweijährige Grundbildung führt zum Eidgenössischen Berufsattest EBA. Sie ist so ausgestaltet, dass die Angebote den unterschiedlichen Voraussetzungen der Lernenden besonders Rechnung tragen (BBG Art. 17, Abs. 2).
  • Die drei- bis vierjährige Grundbildung führt zum Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (BBG Art. 17, Abs. 3). Das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis führt zusammen mit dem Abschluss einer erweiterten Allgemeinbildung zur Berufsmaturität (BBG Art. 17, Abs. 4).
  • Erwachsene mit Berufserfahrung können eine berufliche Grundbildung auch durch eine nicht formalisierte Bildung erwerben, diese wird durch ein Qualifikationsverfahren abgeschlossen (BBG Art. 17 Abs. 5).

Die berufliche Grundbildung besteht aus (BBG Art. 16, Abs. 2):

  • Bildung in beruflicher Praxis: Die klassische berufliche Grundbildung (Berufslehre) findet in einem Betrieb,in Lehrwerkstätten oder in Lehrbetriebsverbünden statt.
  • Schulische Bildung - allgemeiner und berufskundlicher Unterricht: findet in der Berufsfachschule statt.
  • Ergänzungen der beruflichen Praxis und der schulischen Bildung in überbetrieblichen Kursen: Die überbetrieblichen Kurse finden oft in brancheneigenen Lernzentren statt und dienen dem Erwerb grundlegender Fähigkeiten.

Weiterführende Informationen zum Thema

Informationen zur Beruflichen Grundbildung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI

Informationen zu den entsprechenden Gesetzen und Verordnungen finden Sie in der Rubrik Gesetze & Verordnungen